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APPDING.
13 StufenKI-OCR-Pipeline

KI-Ankaufspipeline

Produktiv im Einkauf

Ausgangslage

Beim Fahrzeug-Zukauf kamen Papiere aus allen Quellkanälen: Fotos von Fahrzeugscheinen, Rechnungen, Bewertungen – jedes Dokument wurde manuell abgetippt und geprüft.

Lösung

Eine 13-stufige sequenzielle KI-Pipeline liest die Dokumente, extrahiert die relevanten Daten, gleicht sie gegen Quellsysteme ab und bereitet die Ankaufsentscheidung vor – markenspezifische OCR-Logik inklusive.

Ergebnis

  • Kein Abtippen mehr – Dokumente werden maschinell gelesen und geprüft
  • Einheitliche Datenqualität über alle Quellkanäle
  • Einkauf und Controlling arbeiten auf denselben Zahlen

Warum das typisch ist

Fahrzeuge kommen über drei getrennte Wege ins Haus: den herstellergebundenen Bonus-Kanal, die Auktionsplattform des Konzerns mit drei eigenen Auktionsarten, und den freien Zukauf von Händlern. Jeder Kanal bringt eine andere Vertragsstruktur, eine andere Freigabelogik und eine andere Bonus-Behandlung mit. Am Ende soll trotzdem in jedem Feld dasselbe stehen – sonst rechnen Einkauf und Controlling mit verschiedenen Beständen.

Die Strecke

  1. 01

    Dokument lesen

    Das hochgeladene Ankaufsdokument wird in Text überführt. PDF-Layouts unterscheiden sich je Marke und Auktionshaus erheblich.

  2. 02

    Die Kennzahlen greifen

    Die Fahrgestellnummer heißt je nach Beleg FIN, VIN, Fahrzeug- oder Fahrzeug-Identifizierungsnummer – fünf Bezeichnungen, ein Feld. Beim Kilometerstand muss der Tausenderpunkt mit, sonst werden aus 128.000 Kilometern 128.

  3. 03

    Mehrdeutigkeiten auflösen

    Stehen mehrere Daten im Beleg, ist die Erstzulassung immer das älteste. Beim Preis gilt der Verkaufspreis, nicht der Orientierungspreis daneben.

  4. 04

    Modellschlüssel normalisieren

    Im Beleg steht „T-Roc Life MOVE 1.0 TSI 81KW 6-Gang“, gebraucht wird „T-Roc“. Die Zuordnung läuft gegen eine geschlossene Modellliste – im Bonus-Kanal 16 Modelle einer Marke, in den Mehrmarken-Kanälen über 60.

  5. 05

    Antriebsart bestimmen

    Die teuerste Verwechslung der ganzen Strecke: Kürzel wie eTSI bedeuten weder Elektro noch Hybrid. Ein Keyword-Abgleich fällt darauf herein und verfälscht damit direkt die Bonus-Zuordnung.

  6. 06

    Gegen den Bestand abgleichen

    Über die Fahrgestellnummer gegen das Handelssystem: Verkaufsdatum, Standtage, Verkaufspreis, Bruttoertrag. Lief ein Fahrzeug zweimal durch den Verkauf, unterscheidet eine eigene Abfrage ersten und letzten Durchlauf.

Beteiligte Systeme

  • ECS – Zentraleinkaufs- und Handelssystem
  • HIS – Leasingbestand des Finanzdienstleisters
  • Auktionsplattform des Konzerns
  • Rückschreibung in die zentrale Fahrzeugtabelle

Gefragt wird meistens das

Warum reicht dafür kein Standard-OCR?
Weil Texterkennung die Zeile liefert und nicht den Schlüssel. Im Beleg steht die volle Ausstattungsbezeichnung, gebraucht wird der Modellschlüssel für Bonus und Statistik. Dazu kommen Fallen, die jedes Keyword-Matching übersieht – Mild-Hybrid-Kürzel, doppelt genannte Typbezeichnungen, der Orientierungspreis neben dem Verkaufspreis.
Entscheidet die KI dann über den Ankauf?
Nein. Sie liest und ordnet zu, beides ohne Zwischenkontrolle. Freigabe und Preisverhandlung bleiben beim Einkauf. Die Grenze verläuft dort, wo die Aufgabe klar definierbar ist – eine Verhandlung ist es nicht.
Wir kaufen über mehrere Kanäle zu. Geht das in einem System?
Ja, aber nicht mit einem Regelwerk. Dieselbe fachliche Aufgabe braucht je Kanal eine eigene Modellliste und eine eigene Bonus-Systematik. Wer das über einen Kamm schert, bekommt saubere Datensätze mit falschen Schlüsseln.
Wie lange dauert so etwas?
Ein bis drei Monate, und der Aufwand liegt nicht im Datenmodell. Er steckt im Feintuning der Extraktion an echten Belegen – jede Grenzfall-Regel hier ist aus einer realen Fehlklassifikation entstanden.

Ähnliches Problem in Ihrem Haus?

Fixpreis statt Stunden. Lauffähig in Tagen, nicht in Quartalen.

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