Autohaus · KI im Autohandel
KI dort, wo sie sich rechnet.
KI liest die Unterlagen, ein Sachbearbeiter entscheidet die Grenzfälle. 86 Prozent der Belege laufen ohne Menschen durch, der Rest geht an die Buchhaltung.
Nicht jeder Prozess braucht einen Agenten
Die ehrliche Antwort zuerst: Die meisten Aufgaben im Autohaus sind kein KI-Fall. Wo eine Regel reicht, ist eine Regel billiger, schneller und nachvollziehbar. KI lohnt sich dort, wo Unterlagen unstrukturiert hereinkommen und ein Mensch heute liest, sortiert und abtippt.
Zwei Stellen, an denen sich das gerechnet hat: Belege aus drei Jahren SAP-Historie und Ankaufsdokumente über dreizehn Stufen einer OCR-Pipeline. Beide Male hat vorher ein Mensch Papier gelesen und abgetippt.
Der Agent, der nie fragt, ist gefährlich
Jedes dieser Systeme kennt seine Grenze. Klare Fälle laufen durch, Grenzfälle gehen an einen Menschen, und dessen Entscheidung fließt zurück ins System. Bei der Belegverarbeitung liegt die Quote heute bei 86 Prozent vollautonom. Die übrigen 14 Prozent sind kein Rest, den man noch wegautomatisiert – sie sind die Grenze, die das System kennt.
In der Ankaufspipeline gilt dasselbe über dreizehn Stufen: lesen, gegen die Quellsysteme abgleichen, und was nicht zusammenpasst, geht an den Einkauf. Die Entscheidung über den Ankauf trifft das System nie.
Die zweite Baustelle: gefunden werden
Kunden fragen heute ChatGPT, Gemini oder Perplexity nach dem passenden Auto. Wen die Maschine nicht findet, den gibt es nicht. Für den AARI habe ich die 100 größten deutschen Handelsgruppen geprüft. Branchenschnitt: 40,7 von 100. Die beste Gruppe kommt auf 61.
42 Prozent der Gruppen liefern ihren Fahrzeugbestand nicht im Quelltext aus, bei 61 Prozent fehlt die Auszeichnung der Fahrzeugseiten oder ist fehlerhaft. Das ist kein Marketingproblem, sondern ein technisches – und damit eines, das sich lösen lässt.
Häufige Fragen
- Sind unsere Daten bei KI überhaupt sicher?
- Wenn man es richtig baut, ja. Kritische Verarbeitung läuft dort, wo Ihre Daten liegen dürfen, und jede Schreibaktion braucht eine Bestätigung. Systeme ohne diese Leitplanken baue ich nicht.
- Woher wissen wir, ob die KI richtig liegt?
- Weil sie gemessen wird. Jede Version läuft gegen einen Satz echter Vorgänge, bevor sie produktiv geht – bei der E-Rechnungs-KI sind das 243 echte Rechnungen. Ohne Messung ist jede Qualitätsaussage geraten.
- Brauchen wir dafür eigene KI-Leute im Haus?
- Nein. Die Systeme laufen im Tagesgeschäft ohne Fachwissen – ein Sachbearbeiter entscheidet Grenzfälle, sonst nichts. Was es braucht, ist jemand im Haus, der den Prozess kennt.
- Wo stehen wir bei der KI-Sichtbarkeit?
- Das lässt sich messen. Der AARI prüft Handelsgruppen gegen einen Benchmark, jede Gruppe kann sich testen lassen. Fehlt der Bestand im Quelltext, ist botfertig.de der kürzeste Weg – an einem Tag, ohne Relaunch.